Donnerstag 30. Juli

Nach einer etwas längeren  Nacht, ertönte auch bei uns der Weckruf. Dauraufhin machten wir uns auf den Weg zur Ostsee-Küste, an welcher wir einige Kanus und Kajaks mieteten. Trotz einigen Anfangsschwierigkeiten hatten es mit der Zeit alle im Griff, die jeweiligen Boote um die felsigen Inseln zu bewegen. Wir konnten auf einer kleinen aber feinen Insel mit Meersicht ein nahrhaftes und gemühtliches Mittagessen geniessen. Eine kleine Gruppe wollte die herumliegenden Inseln zu Fuss erkunden gehen und schaffte das auch ohne nasse Kleidung zu kriegen. Als sich dann alle erholt haben, begann der Rückweg, auf welchem uns das Wetter nicht mehr ganz so hold war wie auf dem Hinweg. Doch trotz einigen Regenschauern kamen alle zufrieden und mehr oder weniger trocken zurück zum Ausgangspunkt. Mehrere Kaltblütige konnten es sich dann nicht verkneifen, noch ein paar Sprünge ins kühle Nass zu tätigen. Als dann alle wieder aufgetaut waren traten wir die Rückreise mit unseren Büsslis an. Im Klubhaus wurde sauniert und ein feines Nachtessen zu sich genommen. Beim Lotto-Abend gab es dann viele stolze Gewinner, die trotz eines OL-freien Tages erschöpft und glücklich schlafen konnten.

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Mittwoch 29. Juli

Heute ist Staffel angesagt. Achtung, fertig, los!

Etwas widerwillig versuche ich mein gemütliches Elchgalopp-Tempo der letzten Tage zu erhöhen: über eine Felsplatte, rein unter dunkles Grün, Posten 1 ! Quer rüber zur Felswand, beim Stein:  Posten 2 . Läuft gut, mein weiterer Plan: Weglein, langer Hügel, Strasse und rein zu Posten 3. Ich heize übers Weglein und denke: “ So eine Sicherheitsroute, wozu bin ich eigentlich in Schweden?“ Sofort stelle ich irgendwo meinen Kompass Richtung Posten, düse quer über Hügel, doch Nummer 3 kommt nicht.  Also: Plan B, ich fang mich doch einfach auf der Strasse auf. Schon kann ich die Autos hören. Dumm, dazwischen liegt ein Sumpf. Ein Blick auf die Karte genügt: nur ein kleines, schmales Sümpflein. Also quer durch. Die Schilfstängel lassen mich kurz zögern – doch egal, das schaff ich schon! Ich zwänge mich durchs dichte Röhricht, Füsse nass, schon sinke ich bis zu den Knien ein, “ wird schon wieder seichter“, denke ich. Doch upps! Das Wasser steht mir schon bis zum Bauch und bald stecke ich bis zur Brust in dieser verdammten Brühe. Zum Glück bin ich nicht der Kleinste! Ich kämpfe und, Hilfe! Plötzlich spüre ich keinen Grund mehr unter meinen Bold-Schuhen. Eine brutale Panikwelle flutet meinen Körper. Wird mich dieser elene Schilfsumpf direkt neben der Strasse runterziehen? Werde ich elend ersaufen? Meine Füsse strampeln. Doch, nein! Ich atme tief aus  …….. und augenblicklich beruhigt sich mein Nervensystem. Ich lege mich flach wie ein Krokodil zwischen die grünen Stängel und denke ans Abenteuerbuch eines Engländers, der sich samt 30 Kilo Gepäck durchs Amazonasgebiet gekämpft hat.  Da bin ich echt gut dran: keine gefährlichen Tiere und nur Karte und Kompass zum Transportieren! Endlich stosse ich wieder auf Grund und erreiche das andere Ufer. Jetzt einfach hoch zur Strasse, doch oh Schreck! Ich sehe nur Gärten und die Rückseite von Holzhäuschen. Triefend nass eile ich gebückt durch die Backyards, komme zur Strasse, überquere eine Brücke und laufe  weitere Posten an. Nun schüttet es wie aus Kübeln, nasser kann ich ja kaum werden.  Mitten auf einer wilden  Waldwiese wird es plötzlich gleissend hell, gleichzeitig ein Riesenknall, die Schallwelle wirft mich fast auf den Boden. Mein Herz rast, ich sprinte zum Waldrand und wieder schlägt ein Blitz ganz in der Nähe ein.

Glücklich zurück,  ich zerre meine klatschnassen Kleider vom Leib, langsam weicht der Schreck. Ich bin froh, dass alle Blitz, Donner, Sümpfe und gewisse Navigationsprobleme am Start   (-;   gut überlebt haben.                                                                                    Andi B.

PS  Eigentlich sollte heute gemäss Lennart und anderen schwedischen Wetterfröschen ein trockener Tag sein!

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Dienstag 28. Juli

Heute standen wir etwas früher auf als üblich. Wir fuhren eine Weile mit den Büsslis zu einer stillgelegten Eisenbahnstrecke. Die Schmalspur wird heute auf einer Strecke von cirka 12 km von Schienenvelos befahren. Heute gehörte die Strecke uns. Nachdem wir die Regeln zur Kenntniss nahmen, rasten wir los. Die Strecke führte durch schönes Wald- und Sumpfgebiet und mit einem Damm über einen See.  Nach einer kurzen Pause kehrten wir um und fuhren zurück. Nach einer filmreifen Entgleisung wo es zum Glück keine Verletzten gab (Robin und Chrigi konnten nicht bremsen und rasten in Lars und Nils)  schafften es alle wieder zurück. Das war ein tolles Erlebnis. Nach dem Mittagessen war für uns wieder Karte und Kompass angesagt. Wir starteten zu zweit und liefen immer abwechselnd die Posten an. Wir meinten, dass dieser Wald der schönste ist in dem wir je traininert haben, einfach traumhaft. Der Schlussteil war jedoch völlig anders als der Anfang der Bahn. Plötzlich wechselte das Gelände von sehr gut belaufbarem Wald mit vielen Sümpfen, Felsplatten und sehr guter Sicht zu einem unübersichtlichen Labyrinth mit vielen Steinfeldern und Felsblöcken. Dort war höchste Konzentration gefragt.

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Montag 27. Juli

Am Morgen erwachten wir auf einer mobielen Matraze.

Bereits einige Minuten später assen wir ein reichhaltiges Frühstück.

Corina und ihre Abwaschtruppe durften das Frühstück aufräumen.

Die Zeit vor dem Training verbrachten wir mit diversen Spielen.

Erst um 11 Uhr machten wir uns bereit um in den kniffligen Wald zu starten.

Für alle war es ein sehr neues und interesantes Gelände.

Gut belaufbar was das Gelände nicht gerade, dafür gab es

Heidelbeeren an fast jeder Stelle.

Innerhalb von 2,5 Stunden waren alle zurück in Klubhaus.

Jedoch fanden nicht alle die Posten auf anhieb, einige liefen noch ein Paar Zusatzkilometer.

Kaum zurück, stand das Mittagessen bereits bereit.

Lecker schmecker!

Mit diversen Unterhaltungsmöglichkeiten vertrieben wir uns die Zeit.

Nebenbei wurde die Sauna für uns eingeheitzt.

Ohne Kleider stürtzen alle in die Sauna.

Pausenlos schwitzen wir.

Quicklebendig waren wir alle nach der Erholung.

Robin und seine Crew kochten typisch schwedisches Essen.

Sehr feine Kötbullar lagen auf unseren Tellern.

Teamweise lernten wir auf dem IPad die verschiedenen Länder der Welt.

Um unsere Fehler während dem Lauf genauer zu analysieren, luden wir die GPS Dateien auf den Computer.

Verschiedene Fehler konnten so geklärt werden.

Wie am gestern klang der Abend mit diversen Spielen aus.

X Diskussionen entstanden.

Ytterligare (Zusätzlich).

Ziel: An der U10mila finden wir alle richtigen Posten.

R&S

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Sonntag 26. Juli

Heute hiess es bereits Abschied nehmen von Ahus. Haus putzen und weiterreisen. Dank einer guten Putzequipe war unser Haus rasch von all dem feinen Sand befreit und es konnte losgehen.

Auf unserem Weg nach Oskarshamn machten wir einen Abstecher in das UNESCO Welterbe Stora Alvar auf der Insel Öland. Hier wurde unser Mittagessen fast vom Winde verweht. Der Wind pfiff uns mit grosser Geschwindigkeit um die Ohren. Dann kam der Regen und sobald alle ins Büssli geflüchtet sind, war es auch schon wieder vorüber. Nach einem kurzen Spaziergang durch die Kalksteppe ging es weiter zu unseren nächsten Station, Oskarshamn.

Schnell haben wir unsere neue Bleibe in Beschlag genommen und einen Teil des Essraumes zu eiem Massenlager umfunktioniert . Seit alle ihre Koffer und Taschen geöffnet haben, sieht es bereits sehr „heimelgi“ aus.

Wir sind alle beeindruckt von der Grösse dieses Klubhauses, mitten im Wald, Essraum für fast 50 Personen, getrennte Duschen mit Sauna fü die Männer und Frauen, Trockenschrank etc. Ab jetzt heisst es für uns selber kochen und Abwaschen. Mit 16 Personen geht aber auch dies zügig voran.

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Samstag 25. Juli

Nach einer kurzen Nacht (vorher Nacht-OL), weckte uns die Musik erst um Neun. Auf Grund des schlechten Wetters verschob sich das Training um 1:30 Stunden nach hinten. Wir machten uns auf den Weg in denselben Wald wie am Mittwoch. Das Ziel des Trainings war es, möglichst viele Posten in einer vorgegebenen Zeit anzulaufen. Speziell an diesem Waldstück war, das flache, sandige und mit Moos bewachsene Terrain. Als Stärkung im Ziel gab es Sugus, was die Stimmung aufheiterte.

Danach gönnten sich einige noch ein Bad im stürmischen Meer.

Zurück im Haus war für viele Waschen angesagt. Mit sauberen Kleidern ging es dann zum Znacht. Zum Ende des Tages kam dann auch Lineo zu unserer Truppe.

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Freitag 24. Juli

Heute stand ein Ausflug nach Ystad und Ale Stenar auf dem Programm. Ystad gleicht einer Dänischen Stadt. Niedere Fachwerkhäuser und davor Stockrosen in allen Farben. DIe einem schlenderten durch die verträumten Gassen, andere sahen sich in den Läden um.

Hungrig machten wir uns auf den Weg nach Ale Stenar, der grössten Schiffssetzung in Schweden. Direkt oberhalb der Klippen gelegen, bot sich uns ein schöner Ausblich auf die Ostsee und die an der Küste kreisenden Gleitschirmflieger.

Am Abend gings zum Nacht-OL, direkt von unserer Unterkunft aus. Die dünnen Posten sind mit der Nachtlampe doch einiges einfacher zu sehen, als am Tag. Doch auch diese nützen nur nedingt, wenn die Nachtlampe aussteigt. Dank guter Vorbereitung fanden die Pechvögel mit einer Notlampe aus dem Wald. Es hat allen viel Spass gemacht.

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Donnerstag 23. Juli

Heute waren wir OL-Technisch stark gefordert. Mit einer Äquidistanz von nur 2 Metern und einem Massstab von 1:7’500, hatte der Eine oder Andere ab und zu Probleme. Die Posten kamen einfach schneller als erwartet. Zugegeben dieses Training war auch nicht einfach.

Dafür unternahmen wir am Nachmittag einen Ausflug in das Hafenstädtchen Ahus. Hier gabe es für alle eine grosse Glaces. Wir wissen noch jetzt nicht wie es geht, aber für jede bestellte Kugel gab es gleich zwei. Dies führte dazu, dass ettliche zu echten Schleckmäulern wurden.

Der Abend wurde mit einer Partie Beach-Volley eingeläutet und mit dem obligaten Stretching abgeschlossen.

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Mittwoch 22. Juli

Heute stand ein Höhenkurventraining auf dem Programm. Wir waren im Dünengebiet von Furuboda unterwegs, nur mit den Höhenkurven ond den vereinzelten Sommerhäusern als Karteninformation. Sämtliche Wege, Grün- und Gelbstufen waren nicht vorhanden. Alle haben diese Herausvorderung jedoch super gemeistert und die zum Teil offenen Sandflächen mit Bravour durchquert.

Nach dem Mittagessen vor unserer Hütte, machten wir einen Ausflug nach Smaland, wo wir die Familie von Chrigi besuchten. Wir durften einen schönen Grillabend an einem idyllischen See verbringen. Das Wasser war hier einiges wärmer als bei uns im Meer. So wagten sich fast alle mindestens einmal ins Wasser.

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Dienstag 21. Juli

Die Musik weckte uns, wenn auch etwas leise, um viertel vor Acht auf. Eine angemessene Zeit, um gemütlich frühstücken zu können. Während Ueli, Janine und Andi losfuhren, um unseren Luch einzukaufen, vergnügten wir uns mit Spielen wie „Gämschen“. Darauf, um Elf Uhr, machten wir uns auf den Weg in den Wald. Mit Hilfe von kurzen Schlaufen konnten wir das Gelände mit einem sehr feinen und ausgeprägten Kurvenbild kennenlernen.
Zurück beim Lagerhaus picknickten wir gemeinsam auf dem Sitzplätzchen. Am Nachmittag spielten wir bei Sonnenschein und angenehmer Temperatur Fuss- oder Volleyball. Da unsere Unterkunft nur 1,3 Km vom Meer entfernt liegt, wagten die Mutigsten einen Schwumm in der eisigen Ostsee.

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Montag 20. Juli

Heute ging unser Abenteuer Schweden los. Kurz nachdem wir in Göteborg gelandet sind und unsere zwei Büssli in Empfang genommen haben, verzog sich der bedeckte Himmel und die Sonne kam zum Vorschein. Mit rund 20 Grad ist es einiges kühler als in der Schweiz, aber angenehmes Sommerwetter.

Auf dem Weg nach Ahus konnten wir in einem Briefkasten vor einem Industriegebäude noch die OL-Karten für unsere erste Woche in Empfangnehmen und dann ginges los in unsere Unterkunft, am Rand der OL-Karte. Nach dem ersten Abendessen mit Schwedischem Lachs stand um 9 Uhr ein kurzes Jogging (ca. 10 Minuten) an den Strand auf dem Programm. Einige konnten es sich nicht verkneifen, ein erstes Bad zu nehmen.

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Schweden Dress

Rechtzeitig vor unserer Abreise sind unsere Schwedendress eingetroffen. Jetzt kanns losgehen. Dieses Dress kam mit der freundlichen Unterstützung der Zürcher Kantonalbank Filiale Bülach zu stande. Herzlichen Dank an die ZKB.

Ich werde Euch die neuen Kleider mit an den Flughafen bringen, damit Ihr diese noch vor dem Checkin in Euer Gebäck stecken könnt. Lasst also noch etwas Platz:-)